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Grüne warnen: Weitere Einschnitte bei der Notfallversorgung in der Region zu erwarten – CSU soll Zahlen offen legen

Nach Karlstadt und Marktheidenfeld könnten weitere Notaufnahmen in der Region Main-Rhön schließen müssen. Das befürchtet die Bundestagsabgeordnete der Grünen Manuela Rottmann aus Hammelburg.

Hintergrund sind die Planungen zur Reform der Notfallversorgung in Krankenhäusern, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) - das Selbstverwaltungsorgan der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen - im Auftrag der schwarz-roten Bundesregierung beschlossen hat. Danach müssen etwa bestimmte Fachabteilungen und eine Intensivstation mit mindestens sechs Betten vorhanden sein, Facharzt und Anästhesist müssen binnen 30 Minuten beim Patienten sein. „Viele Häuser in Unterfranken werden Schwierigkeiten haben, diese Voraussetzungen zu erfüllen. Wenn erst die Notaufnahme geschlossen ist, kann schnell das ganze Krankenhaus in Schieflage geraten,“ warnt Rottmann, die auch stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss ist.

Welche Krankenhäuser in der Region konkret betroffen sind, hat die Staatsregierung noch nicht offen gelegt. Yatin Shah, selbst Arzt und Landtagskandidat der Grünen im Wahlkreis Bad Kissingen / Rhön-Grabfeld verweist darauf, dass die CSU darüber jedoch offenkundig sehr genau Bescheid wisse, die Fakten für Unterfranken aber unter dem Tisch halte. In der Augsburger Allgemeinen und in der Münchener Abendzeitung seien für Schwaben und München die betroffenen Krankenhäuser bereits in den vergangenen Tagen publik gemacht worden. Shah und Rottmann fordern die örtlichen CSU-Landtagsabgeordneten auf, endlich auf den Tisch zu legen, was die CSU mit der Notfallversorgung für die Menschen in der Region vorhabe. „Es ist unverantwortlich, Patientinnen und Patienten und die Krankenhausträger so im Ungewissen zu lassen.“ Auch die kommunalen Rettungszweckverbände wären von den geplanten Schließungen und in der Folge längeren Anfahrtswegen zu den Notaufnahmen betroffen. „Schon jetzt können die gesetzlichen Rettungszeiten für die Notfallversorgung nicht überall eingehalten werden. Die Erreichbarkeit einer Basisnotfallversorgung ist für die Versorgung von Notfallpatienten im ländlichen Raum entscheidend“ so Shah abschließend.

Hintergrund:

Zur Reform der Notfallversorgung des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de/institution/themenschwerpunkte/notfallstrukturen/

Zu den Auswirkungen in Schwaben: www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Krankenkassen-setzen-auf-weniger-Notfallkliniken-id50965601.html

Zu den Auswirkungen in München: www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.reform-der-notfallversorgung-zwoelf-notaufnahmen-in-muenchen-droht-die-schliessung.fc744e76-9fde-4075-9329-62f67bf529a1.html

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