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Neue Chancen für den Bäderlandkreis? - Rottmann fordert schnelle Rückkehr zur Kur als Kassenleistung

"Die Abschaffung der Kur als Kassenleistung im Jahr 1996 durch den damaligen Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer war ein Fehler. Sie hat unserem Bäderlandkreis Bad Kissingen eine schmerzhafte Neuorientierung aufgezwungen. Sie war aber vor allem unter dem Gesichtspunkt der gesundheitlichen Prävention ein Sparen an der falschen Stelle: Die Vorsorgekur war früher vor allem für Menschen, die in ihrem Alltag keine Zeit finden, sich um ihre Gesundheit zu kümmern, eine wichtige Aus- und Regenerationszeit. Etwa für Menschen mit hohen familiären Belastungen oder Menschen, die schwere körperliche Arbeit verrichten, war die von der Krankenkasse finanzierte Kur oft die einzige Möglichkeit, sich mit ihren gesundheitlichen Belastungen auseinander zu setzen und unter ärztlicher Anleitung zu lernen, wie sie etwas für sich tun können, wie sie mehr Bewegung oder eine gesündere Ernährung in ihren Alltag integrieren können. Die bisherigen Versuche, die gesundheitliche Prävention auf anderem Weg zu stärken, haben gerade diese Menschen kaum erreicht.

Ich begrüße es deshalb, dass das Bundeskabinett Ende des Jahres beschlossen hat, im Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung diesen Fehler zumindest teilweise zu korrigieren. Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten wie den Bädern in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld und stationäre Vorsorgeleistungen sollen von Ermessens- in Pflichtleistungen der Krankenkassen umgewandelt werden. Es ist nun an der Koalition, diesen besseren Zugang zur Gesundheitsvorsorge für gesetzlich Versicherte schnell zu verabschieden. Jeder Euro, der in die Verhinderung von Krankheit und Berufsunfähigkeit investiert wird, ist eine gute Investition. Die Menschen in Deutschland werden zum Glück immer älter. Aber sie sollen auch gesund älter werden können.

Für die Bäder, die den harten Einschnitt 1996 mit viel Kreativität bewältigt und sich auf neue Zielgruppen eingestellt haben, böte diese Änderung die Chance für ein noch vielfältigeres Gesundheitsangebot und für eine Stabilisierung der Wirtschaft und der Einnahmen. Ich erwarte mit Spannung die Verabschiedung dieser wichtigen Weichenstellung für unsere Region."

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