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Grüne fordern: Rhön-Grabfeld braucht eine Aufholjagd beim Nahverkehr

Studie von „Allianz pro Schiene“ zur Qualität des öffentlichen Nahverkehrs sieht Landkreis Rhön-Grabfeld bundesweit auf dem drittletzten Platz.

Zur heutigen Veröffentlichung der Auswertung der „Allianz pro Schiene“ über die Erreichbarkeit von Bus und Bahn in den deutschen Landkreisen erklärt die Kreisrätin von Bündnis 90 / Die Grünen Birgit Reder-Zirkelbach:

„Der Landkreis Rhön-Grabfeld erreicht bei der Erschließung mit Bus und Bahn von allen deutschen Landkreisen nur einen kläglichen drittletzten Platz. Gerade mal ein knappes Drittel der Bevölkerung in Rhön-Grabfeld hat innerhalb von 600 Metern von der Wohnung eine Bushaltestelle oder innerhalb von 1200 Metern einen Bahnhaltepunkt, von denen wenigstens 20 Abfahrten am Tag möglich sind. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Landkreis und Freistaat haben die Bevölkerung in der bayerischen Rhön und im Grabfeld abgehängt. Wenn Azubis ohne Führerschein eine Lehrstelle nicht antreten können, ältere Leute nicht mehr am Leben teilnehmen können oder Menschen mit zu wenig Geld für ein Auto festsitzen, dann bremst das die Entwicklung unseres Kreises. Auch für junge Familien ist ein gutes Nahverkehrsangebot immer wichtiger. Denn wenn beide Eltern arbeiten, sind sie darauf angewiesen, dass ihre Kinder selbständig zur Musikschule, zum Fußballtraining oder ins Freibad kommen können. Die CSU muss endlich aufwachen und begreifen, dass es ein Leben jenseits der Windschutzscheibe gibt. Dass immer neue Straßen und immer weniger Busse und Bahnen Politik aus dem letzten Jahrhundert ist.“

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Manuela Rottmann weist darauf hin, dass das schlechte Nahverkehrsangebot ein Standortnachteil für die bayerische Rhön geworden ist:

„Während unser Nachbarland Hessen unter den Flächenländern den ersten Platz erreicht, liegt das reiche Bundesland Bayern bundesweit auf dem vorletzten Platz. Nur das finanzschwache und dünn besiedelte Mecklenburg-Vorpommern ist noch schlechter erschlossen. Die CSU hat bis heute nicht verstanden, dass ein gut ausgebauter Nahverkehr gerade für die bayerische Rhön die Voraussetzung dafür ist, im Wettbewerb mit den Nachbarn in Hessen und Thüringen um Touristen, Arbeitskräfte und junge Leute bestehen zu können. Das zeigt auch der Vergleich mit den direkten Nachbarlandkreisen. Während in Rhön-Grabfeld nur 32,23 Prozent der Bevölkerung regelmäßig frequentierte Haltestellen erreichen können, sind es im Landkreis Fulda 84,1 Prozent. Der Wartburgkreis in Thüringen übertrifft die hessische Rhön sogar noch mit 84,6 Prozent. Von der Situation in Rhön-Grabfeld sind die Nachbarn Lichtjahre entfernt.

Der jüngste ÖPNV-Gipfel von Markus Söder hat leider keinerlei Zusagen des Freistaats für den ländlichen Raum gebracht. Günstigere Tickets in München bei so gut wie keinem Angebot in Rhön-Grabfeld lösen aber weder die Wachstumsprobleme in den Ballungsräumen noch die Herausforderungen im ländlichen Raum. Wir brauchen dringend eine Aufholjagd in der bayerischen Rhön in Sachen Nahverkehr. Das ist zu schaffen, wenn man es will.“

https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/schweinfurt-bei-bahn-und-bus-auf-platz-eins/

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