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Begegnungen im Jahr 2018

2018 war ein volles Jahr. Oft fühlte es sich an wie ein Fluss, der einen mitreißt, während man nur noch versucht, den Kopf über Wasser zu halten. Rundherum schwammen die Skandale, die Themen, die Fragen, die nie richtig aufgeklärt, besprochen oder beantwortet wurden, weil sie schon der nächste Aufreger weggespült hat.

Ich lernte, mich aus diesem Mahlstrom der Ereignisse gelegentlich ans Ufer zu kämpfen, um wenigstens ab und zu mal wieder etwas Überblick zu gewinnen. Und ich habe mir abgewöhnt, zu jeder vermeintlichen Topnachricht des Tages eine Meinung zu äußern. Wenn an irgendwas kein Mangel herrscht, dann an schnellen Meinungen.

Wir werden sehen, ob 2018 politisch ein außergewöhnliches Jahr bleibt. Oder die neue Normalität.

Jenseits all dessen, was die Öffentlichkeit diskutiert hat, bin ich 2018 vielen besonderen Menschen und ihren Geschichten begegnet. Darunter waren Menschen, die Schlimmstes mit einer Stärke bewältigt haben, die mir Bewunderung abringt. Menschen, die Angehörige durch ein Verbrechen verloren haben. Menschen, deren Angehörige gegen eine lebensbedrohliche Erkrankung kämpfen und die keine Zeit und keine Kraft mehr haben, die Finanzierung einer Therapie gegen die Krankenkassen durchzuklagen. Menschen, die alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um sich nach traumatischer Flucht aus ihrer Heimat in Deutschland zu integrieren. Und die langsam zermürbt werden, genauso wie alle, die sich ihnen zugewendet haben. Viele andere Schicksale, die für die Menschen kaum zu tragen waren. Nicht allen konnte ich helfen. Vielleicht hat es manchmal auch genutzt, dass ich nur da war und zugehört habe.

Es haben sich auch viele mit alltäglicheren Sorgen oder Anliegen an mich gewandt. Manches war lösbar – durch einen Rat, eine Vermittlung an die zuständige Stelle, ein Nachhaken. Manches nehme ich mit nach Berlin. Zum Beispiel die Erfahrungen, die eine Geschäftsfrau in Hammelburg mit Abmahnungen wegen Verstößen gegen Wettbewerbsrecht gemacht hat. Oder die Unzufriedenheit mit den Kosten und der Qualität der Zertifizierung von Laborleistungen, von der ich mir beim Besuch eines Labors in Bad Kissingen gehört habe. Oder der Bericht eines Teilnehmers an einer Wahlkreisfahrt darüber, wie schwer sich ältere Hinterbliebene von Bundeswehrangehörigen mit der Beihilfe tun. Ich bleibe weiter dran.

Mein herzlicher Dank allen, die in diesem Jahr ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass wir weiter demokratisch, respektvoll miteinander um die Sache streiten, und die der Versuchung widerstanden haben, jede Diskussion zu eskalieren. Ich danke den Vielen, die sich in meiner Partei, in anderen Parteien und auf andere Weise ehrenamtlich politisch engagiert haben. Allen, die mit mir im vergangenen Jahr das Gespräch gesucht haben, danke ich für das damit verbundene Vertrauen, ihre Zeit und ihre manchmal nötige Geduld. Sie alle haben mir viel gegeben. Ich danke meinen Mitarbeiterinnen in Berlin und Aschaffenburg und meinem Mitarbeiter in Hammelburg. Ohne deren Engagement weit über das Übliche hinaus hätte ich kaum etwas erreichen können. Ich danke den Polizistinnen und Polizisten, die leider immer öfter einschreiten müssen, damit politische Arbeit überhaupt noch möglich ist, indem sie Veranstaltungen oder Abgeordnete schützen. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bahn, die in diesem Jahr trotz aller Widrigkeiten immer versucht haben, uns irgendwie ans Ziel zu bringen. Ich danke allen Freundinnen, Freunden und meiner Familie für alles.

Ich wünsche Ihnen allen Glück, Gesundheit und Frieden im Jahr 2019!

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